Auf den Spuren der Pferdeeisenbahn

Am Samstag 6. Juli, strampelten 15 Radler (7 Paare und 1 Solist) auf den Spuren der damaligen  Pferdeeisenbahnstrecke von Summerau und Linz.

Um 6 Uhr morgens ging es mit dem Rad nach St. Valentin. Von dort aus mit dem Zug nach Linz und weiter nach Summerau, wo wir pünktlich um 8:30 ankamen.

Nach kurzem Check der Räder und Auswahl der Bekleidung stiegen wir in die Route Richtung Süden ein.

Auf nassen Wiesenwegen, steinigen und morastigen Waldwegen, wunderschönen Anstiegen und Abfahrten fuhren wir Kilometer für Kilometer unserem Ziel entgegen. Dabei immer wieder besorgte Blicke zum Himmel, den der Wetterbericht hat uns gewittrige Regenschauer prophezeit. Beim rund ersten Drittel der Strecke kam die Nässe auch nur von unten, aber dann traf die Prophezeiung ein. Um die Mittagszeit wurde es auch von oben Nass und wir flüchteten in einen Stadel mitten in der Pampas.
Kein Haus, geschweige ein Wirtshaus in der Nähe, wo wir bei einem Mittagessen den Regen abwarten könnten verging die Zeit im Stadel, bis gute Ohren in der Ferne Musik hörten. Sofort fuhr Harry Koppler als Späher aus und kam mit der Botschaft zurück, dass nach ca. 1 km auf der anderen Seite des Waldes ein Zeltfest ist. Somit war auch dieses Problem gelöst.

Nach der Stärkung in Form von Bratwürstel und Bier hörte auch der Regen auf und wir konnten die Tour fortsetzen. Es hatte teils so stark geregnet, dass wir abfließendes Wasser, örtliche „Seen“  und tiefen Morast durchfahren mussten. Dementsprechend kamen wir auch in der Zivilisation bei St. Magdalena an. Da wir auf Grund der Verschmutzung mit einem Einreiseverbot in Linz rechnen mussten, steuerten wir die erste Tankstelle mit Waschanlage an, wo es eine Reinigung von Mensch und Maschine gab.
Die restliche Strecke durch Linz fuhren wir (fast) sauber und glänzend. Das Ziel vor Augen, schlug dann der längst erwartete Pannenteufel zu. Mitten in der Stadt, auf trockenem, sauberen Radweg hatte unser (man of „platten“) Stefan Lüdke keine Luft mehr – gemeint ist natürlich im Vorderreifen. Nach behobener Panne und einem Abschlusstrink im sonnigen Gastgarten des Musiktheaters traten wir die Rückreise mit dem Zug nach Haag an.

Resümee der Tour:
Eine herrliche Strecke von ca. 60 km und 870 hm durch die Natur abseits der Straßen, die eine Wiederholung wert ist. Die Frauen (auch die nicht-offroad-erprobten)  haben sich trotz zum Teil schwierigen Untergrund und Strecke wacker geschlagen und waren nach anfänglicher Skepsis von der Tour schwer begeistert.
Für diesen schönen Tag möchte ich mich bei Monika und Toni Fluch für die Organisation und Durchführung  im Namen aller Teilnehmer, sowie auch für die Disziplin der 15-köpfigen Gruppe bedanken. 

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